Trainingsplan-Vorlage in Excel: wann sie reicht und wann sie dich ausbremst

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Praktisch jeder Coach beginnt mit einer Tabelle. Das ist kein Anfängerfehler, sondern eine gute Entscheidung: Excel kostet nichts Zusätzliches, kann jeder bedienen, ist in fünf Minuten an einen neuen Fall angepasst und funktioniert offline in einem Keller ohne Empfang. Kein Coaching-Werkzeug der Welt ist so flexibel.

Interessant ist deshalb nicht die Frage, ob Excel taugt. Sondern woran du merkst, dass du den Punkt überschritten hast, an dem es dich ausbremst.

Was eine gute Vorlage können muss

Bevor es um Grenzen geht: Eine Trainingsplan-Vorlage, die im Alltag hält, hat vier Eigenschaften.

  • Eine Zeile ist eine Übung an einem Tag. Nicht eine Zeile pro Woche mit Spalten für jeden Tag, das lässt sich nicht auswerten und nicht kopieren.
  • Sätze, Wiederholungen und Intensität in getrennten Spalten.„4x8-10 @RPE8“ in einer Zelle liest sich gut und ist maschinell wertlos.
  • Eine Spalte für das, was tatsächlich passiert ist. Der Plan ist die eine Hälfte, die Ausführung die andere. Ohne sie siehst du keine Progression.
  • Eine Übungsliste als eigenes Blatt, aus der die Planzeilen per Dropdown ziehen. Sonst heißt dieselbe Übung nach einem halben Jahr fünf verschiedene Dinge und nichts lässt sich filtern.

Wer das hat, kommt erstaunlich weit, deutlich weiter, als Softwareanbieter gern zugeben.

Die vier Punkte, an denen es kippt

1. Du überträgst

Der Plan steht in der Tabelle, die Kundin bekommt ihn per Screenshot, PDF oder abgetippter Nachricht. Jede Änderung passiert damit zweimal. Solange du fünf Leute betreust, sind das ein paar Minuten. Bei zwanzig ist es ein halber Tag im Monat und die Fehlerquelle für den Klassiker: Die Kundin trainiert nach der alten Version.

2. Du suchst

Welche Datei ist die aktuelle? Lag das Knieproblem im Chat oder im Check-in? Wann hat er zuletzt Kreuzheben gemacht? Sobald du regelmäßig suchst statt nachzusehen, bezahlst du die Flexibilität der Tabelle mit deiner Zeit.

3. Du siehst keine Verläufe

Die Frage „geht es voran?“ ist die zentrale Frage im Coaching, und sie ist über zwölf einzelne Tabellendateien praktisch nicht zu beantworten. Man kann es bauen, mit Verweisen über Dateigrenzen und Pivot-Tabellen, aber dann pflegst du eine Datenbank ohne Datenbank.

4. Es liegen Gesundheitsdaten darin

Der Punkt, der am längsten übersehen wird. Gewicht, Umfänge, Vorerkrankungen, Check-in-Fotos: Das sind Gesundheitsdaten. Eine Tabelle in einem privaten Cloud-Ordner, geteilt per offenem Link, ist dafür keine gute Grundlage, unabhängig davon, wie sorgfältig du sonst arbeitest. Spätestens hier ist der Wechsel keine Bequemlichkeitsfrage mehr.

Der einfachste Test: Zähle eine Woche lang mit, wie oft du Trainingsdaten von einem Ort an einen anderen kopierst. Liegt die Zahl im zweistelligen Bereich, hast du den Punkt überschritten.

Was danach kommt und was dabei schiefgeht

Der übliche Wechsel scheitert nicht an der Software, sondern am Umzug. Wer zwanzig gewachsene Pläne von Hand neu eintippt, bricht nach dem sechsten ab und bleibt bei der Tabelle. Das ist der Grund, warum die Frage „kann ich meine bestehenden Pläne mitnehmen?“ wichtiger ist als jede Funktionsliste.

In der Fitness Coach Suite liest ein Import bestehende Tabellen ein und schlägt daraus Plan-Vorlagen vor, die du vor dem Speichern korrigierst, gedacht genau für diesen Moment. Details auf der Seite zu Trainingsplänen.

Wann du bleiben solltest

Ehrlich gesagt: öfter, als der Markt behauptet. Wenn du unter zehn Leute betreust, deine Vorlage sauber strukturiert ist und du keine Gesundheitsdaten in offenen Ordnern liegen hast, dann ist eine Tabelle völlig in Ordnung, und die Zeit ist besser in Kundengewinnung investiert als in einen Werkzeugwechsel.

Der Wechsel lohnt sich in dem Moment, in dem er dir mehr Stunden zurückgibt, als er kostet. Wie man das ausrechnet, steht in „Was Online-Coaching kosten darf“, die Rechnung dort funktioniert für jedes Werkzeug, auch für gar keines.

Dieser Artikel gehört zur Fitness Coach Suite, der Coaching-Plattform, mit der Coaches ihre Athleten unter eigener Marke betreuen.

Trainingspläne in der Suite